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Nachhaltige Stadtentwicklung
Freiburger Flächennutzungsplan 2020
Der neue Flächennutzungsplan (FNP) mit dem Zieljahr 2020 ist im Dezember 2006 wirksam geworden. Er folgt konsequent dem Leitgedanken einer möglichst weitgehenden Reduzierung des Flächenverbrauchs im Außenbereich durch Siedlung und Verkehr.
Nur knapp die Hälfte (circa 82 Hektar) der im vorherigen FNP 1980/99 dargestellten, noch nicht realisierten Bauflächen im Außenbereich hielten der Überprüfung im Rahmen der Neuaufstellung stand und wurden in den FNP 2020 übernommen, die übrigen sollen aufgrund ihrer Bedeutung für den Freiraum-, Natur-, Klima- oder (Hoch-) Wasserschutz nicht mehr bebaut werden. Dafür wurden 49 Hektar besser geeignete neue Bauflächen im Außenbereich gesucht und gefunden. Gegenüber dem FNP 1980/99 sind unter dem Strich circa 34 Hektar (= 20 Prozent) der noch nicht realisierten Bauflächen im Außenbereich entfallen.
Dennoch kann der prognostizierte Flächenbedarf mit dem FNP 2020 gedeckt werden: Der Freiburger Gemeinderat hat bei der Beschlussfassung über den FNP 2020 entschieden, dass vorrangig die im Innenbereich gelegenen, noch freien Bauflächen zu entwickeln sind.
Mit dem FNP 2020 hat der Freiburger Gemeinderat außerdem die regelmäßige Überprüfung der Siedlungsflächenentwicklung als Grundlage für eine bedarfsgerechte Steuerung beschlossen. Auf der Basis dieser Daten kann eine über den Bedarf hinausgehende Ausweisung und Entwicklung von Siedlungsflächen als „Flächenreserven“ vermieden werden. Der Flächenverbrauch wird auf das notwendige Maß reduziert, das Innenentwicklungspotenzial detailliert und aktuell beobachtet und konsequent ausgeschöpft. Außerdem ermöglicht die kontinuierliche Beobachtung der Bedarfsentwicklung einen Verzicht auf ökologisch problematischere Flächen bei geringerem Bedarf.
Landschaftsplan
Während der Flächennutzungsplan primär die Siedlungsentwicklung steuert, wird die Entwicklung von Natur und Landschaft, Umwelt und Erholung im Landschaftsplan (LP) 2020 behandelt.
Der stadtweite Biotopverbund wird mit Hilfe naturschutz- und baurechtlicher Eingriffs-Ausgleichsmaßnahmen gezielt ergänzt und durch die Fortentwicklung des Schutzgebietsnetzes gesichert. So können sich in Freiburg seltene und streng geschützte Arten und Lebensgemeinschaften in unmittelbarer Nachbarschaft der menschlichen Siedlung entfalten. Diese besondere Qualität ist für Freiburg seit jeher charakteristisch.
Für die Lebensqualität in der Stadt hat die Freiraumstruktur eine herausragende Bedeutung. Die Freiräume übernehmen wichtige ökologische, ästhetische, kulturell-historische und auch wirtschaftliche Funktionen, sie genießen in der Bürgerschaft ein hohes Ansehen und werden intensiv frequentiert. Die Stadt Freiburg arbeitet seit Jahrzehnten konsequent an der Verbesserung ihrer Freiraumsituation, insbesondere durch die Anlage neuer Stadtteilparks wie des Seeparks oder der Dietenbachanlage und durch den Aufbau eines dichten Radwegenetzes.
Das im Rahmen der Flächennutzungs- und Landschaftsplanung erarbeitete Freiraumkonzept bietet eine aktualisierte Grundlage für die künftige Entwicklung der Freiburger Stadtlandschaft. Die Stadtentwicklung greift gesellschaftliche Tendenzen auf, damit die städtischen Freiräume zukunftsfähig entwickelt werden können. Heute steht weniger die Anlage von neuen Parks im Vordergrund als viel mehr die Befriedigung vielfältiger, verstärkt wegeorientierter Ansprüche an Freiräume, die innerhalb und mit der bebauten Stadt vernetzt werden müssen. Nur so können sie auch weiterhin ihre wichtigen ökologischen Funktionen erfüllen, z.B. die Durchlüftung der Stadt Freiburg auch unter den geänderten Vorzeichen des Klimawandels aufrechtzuerhalten.






